Japanese Culture and Healings Arts
by J.A. Sôcho

Die Japaner sind bekannt für ihren ästhetischen Sinn, für Einfachheit und Klarheit von Form und Farben, für ihre Konzentration und ihre streng geregelten Zeremonien.

 

Teezeremonie ("Cha-Do"):
Die Teezeremonie ist ein Ritual, das auf der Verehrung der Schönheit beruht, die den profanen Handlungen des alltäglichen Lebens innewohnt - wir nennen es Lebenskunst (d. h. Kunst im Leben und aus dem Leben).
Die Bewegungen, die insgesamt Harmonie und Gelassenheit ausstrahlen sollen, beruhigen die Gedanken und konzentrieren den Geist aufs Äußerste. Sie bietet eine seelische Befriedigung für diejenigen, die einen Ort der stillen Einkehr suchen, um für wenige Stunden den Stress und die Hektik zu vergessen und Einfachheit, Stille, Reinheit und Harmonie zu erlangen.

 

Naikan ("Weg nach innen"):
Naikan ist ein in Japan weit verbreitetes Meditationsverfahren und bedeutet innere Beobachtung. Naikan ist ein sanfter Weg der Selbsterkenntnis, der meditative und psychologische Aspekte vereint. Gemeint ist konzentriertes Betrachten des Geistes, Durchforschen seiner inneren Verhaltensweisen im Fühlen, Denken und Handeln. Naikan beruht auf der grundlegenden Erkenntnis, dass wir nicht nur unsere äußere sondern auch unsere innere Welt selbst gestalten und verantworten.

 

 

Ikebana ("Weg der Blumen"):
Ikebana bedeutet eine Einheit mit der Natur zu bilden um den Weg der Reinheit zu erlangen. Ikebana ist eine japanische Kunstform. Eine besondere Kunstrichtung des Ikebanas ist seit 1200 Jahren SAGA-GORYU (Kaiserliche Residenz in Kyoto), die in Deutschland nur bei uns praktiziert wird. Durch ihre Linien, Formen und Farben, durch Oberfläche und Größe der Blumen und die Art der Steckung wird der Charakter des jeweiligen Menschen symbolisiert.

 

 

Kalligraphie ("Weg des Schreibens"):
Bei der Kunst der Kalligraphie werden sämtliche Nerven, Muskeln wie auch das Gehirn. Dadurch stehen alle Teile des menschlichen Körpers miteinander in Verbindung. Aus der Malbewegung des Pinsels, dem Auf und Ab, entstehen Kompositionen und Bilder, die die unterschiedlichsten Empfindungen wiedergeben. Kalligraphie ist eine Arbeit des Geistes. Wenn man vor dem weißen Papier sitzt, wird dieses weiße Papier zum gesamten Universum des Ichs. Man vergisst all seine Sorgen und spürt die Stille der Seele.

 

 

Koh-Do-Zeremonie ("Weg des Räucherduftes"):
Es handelt sich um eine kunstvolle Zeremonie, in welcher der Räucherwerkmeister und seine Gäste nach festgelegtem Ritual dem Duft "lauschen".
Innere Reise, Ausgeglichenheit und Bewusstseinerweiterung - hierzu werden mit Hilfe feinster Utensilien kostbarste Aromahölzer erhitzt, deren duftender Rauch den Raum um eine vierte Dimension erweitert.

ZEN-Walking

N. Gelerman